Bravia ist ein Königreich auf Felsland und macht den größeren, nördlichen Teil des Kontinents aus. Es grenzt südlich an Orkland und wird nur durch eine Meerenge vom Königreich der Elfen, der Insel Albion getrennt. Das Königreich (und auch seine Hauptstadt Bravis) wurden nach dem Gott und Schöpfer des Kontinentes, Bravos, benannt.

Regionen

Das Königreich Bravia unterteilt sich in verschiedene Gebiete. Im nördlich gelegenen Hochland dominieren Kälte und steile Berge. In der Mitte des Landes, die in die Regionen Mittelgrund, Senkfurten und Tiefland eingeteilt ist, findet man überwiegend Wälder und Hügel in gemäßigtem Klima. Zum Süden hin erwärmt sich in Südlage das Klima, bevor es in die Wüsten des Orklandes übergeht.

Einige kleinere und größere Inseln liegen vor den Küsten Bravias. Erwähnenswert sind dabei vor allem Trifel und Eisland. Während Eisland sich aufgrund der widrigen Klimaverhältnisse und des Aufkommens an Riesen einer Besiedlung entziehen konnte, haben sich auf Trifel einige Fischerdörfer gegründet.

Städte & Orte

Bravis

Bravis ist die Hauptstadt Bravias und zugleich das politische Zentrum des Landes. Nirgends im Königreich herrscht so eine vielseitige und große Bevölkerungsdichte wie hier. Der König hat hier in der sogenannte Königsfeste seinen Hauptsitz.

Singen

Die Stadt Singen ist vor allem für ihre arkane Universität bekannt, an der die Magier Bravias und Albions sowohl ihren Nachwuchs unterrichten, als auch Forschung betreiben.

Die Siegfeste

Bei der Siegfeste handelt es sich um eine Festung im Süden Bravias, unweit des so genannten Braviswalls. Ein Großteil der bravianischen Armeen ist hier dauerhaft stationiert, um das Königreich im Falle eines orkischen Übergriffs verteidigen zu können.

Hafenstädte

Schmalufer, so wie auch Rigast, nehmen einen besonderen Stellenwert in Bravia ein, sind sie die beiden wichtigsten Häfen, was den Schiffsverkehr zwischen Bravia und Albion angeht. Während Reiseschiffe aus Rigast die Bucht von Tirga auf Albion ansteuern, die über keinen Handelshafen, sondern nur einen Anleger verfügt, findet das Gros des Warenhandels zwischen den beiden Häfen Schmalufer und Bren statt. Die dabei zu überquerende Elfenge wird des Öfteren Ziel von angreifenden Orkbooten, die vermutlich von Frunn aus operieren. Die auf einer Landzunge gegründete Garnisonsstadt Mutzwinge dient als Ausgangspunkt für bravianische Patrouillenschiffe, die dem Seegebiet um die Elfenge herum zusätzlichen Schutz gebieten sollen. Die am Ufer von Mutzwinge errichteten Geschütze kamen bislang nur sehr selten erfolgreich gegen feindliche Schiffe zum Einsatz, da Angriffe häufig unter Zuhilfenahme schlechter Wetter- und somit Sichtbedingungen stattfanden.

Seit Jahren schon verhandelt das bravianische Königshaus mit der Elfenkönigin Shouwa über einen Ausbau der Anlegestelle in Tirga, um einen Warenaustausch zu ermöglichen, der nicht so vielen Unruhen ausgesetzt ist. Bislang hat man sich allerdings noch nicht zu einer einvernehmlichen Antwort auf die Frage, wer welchen Teil der dabei entstehenden Kosten und Bemühungen übernehmen soll, durchringen können.

Das Volk der Elfen sieht sich bei der Debatte um den Ausbau des Hafens (oder gar einer Errichtung weiterer Handelshäfen) stets benachteiligt, herrscht in ihren Reihen doch ein geringer Bedarf an bravianischen Gütern, während das Volk Bravias an den Schätzen Albions großes Interesse zeigt.

Politik

Bravia ist ein Königreich unter der Führung einer erblich bedingten Monarchie. Derzeit ist König Bjen regierendes Oberhaupt. Er ist menschlicher Herkunft und 35 Jahre alt.

An seiner Seite regiert seine Gattin, Königin Binesa, eine Halblingsdame. Das Königspaar ist aufgrund seiner ungleichen Partnerschaft oft Anlass für Tuscheleien. Abgesehen von ihrer geringen Körpergröße und den behaarten Füßen gilt Königin Binesa aber als sehr ansehnliches Geschöpf, vor allem weil sie nicht die für Halblinge typische Gedrungenheit vorweist.

Das Königreich Bravia stand im Verlaufe der Geschichte unserer Welt wiederholt mit dem Königreich der Elfen, Albion im Bündnis. Das aktuelle Bündnis besteht seit dem Jahre 3110 und basiert auf einem gemeinsam formulierten Bündnisvertrag beider Königreiche.

Religion

Das Volk Bravias huldigt dem Gott Bravos, der den ewigen Büchern zufolge den Kontinent Felsland mit seinen eigenen Händen aus den Tiefen der Ozeane hob und ihn mit Leben beschenkte.

Bravos wandelte zu Lebzeiten in der Gestalt eines berghohen Riesen unter dem Volk, der Erscheinung nach einem Menschen sehr ähnlich. In einer alles entscheidenden Schlacht gegen die Riesenschlange Sik opferte Bravos sein eigenes Dasein für den Fortbestand allen Lebens auf dem Kontinent. Dabei überwältigte er Sik auf dem Gipfel des Wächters (einem Berg im westlichen Hochland), presste ihren Kopf gegen einen Ausläufer des Berges und verwandelte sich dann selbst in einen steinernen Koloss.

Noch heute lassen sich Bravos versteinerte Gestalt und der leblose Körper der Riesenschlange dort betrachten. Den Erzählungen nach war Sik selbst nicht von dieser steinernen Verwandlung betroffen und widmet sich seither lediglich einem tausende Jahre andauernden Schlaf.

Der Glaube an Bravos hat enorme Verbreitung im Volke Bravias. Eine Abkehr davon wird häufig missbilligt, ist aber nicht unter Strafe gestellt.

Viele derer, die Bravos huldigen, hoffen auf ein baldiges Erwachen des Schöpfers selbst, um dem drohenden Übel auf dieser Welt ein Ende zu setzen.

Abseits des Glaubens an Bravos hat seine Kontrahentin Sik im Laufe der Zeit eine gewisse Beliebtheit erlangt. In den alten Legenden steht sie für das Böse und Hinterlistige in dieser Welt, also war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Bösen und Hinterlistigen sich ihrer annahmen.

Finstere Gestalten, die ihren Glauben der Schlangengöttin Sik zugewendet haben, hoffen wiederum, dass jene erwacht und sich aus dem Griff Bravos befreien kann. Was sie sich davon versprechen, ist ihnen allerdings wohl nicht vollends bewusst oder sie weigern sich einfach nur vehement, es zuzugeben.

In ganz Bravia findet man zu Ehren von Bravos errichtete Tempel. Früher wurde der Glaube hier ausgiebig praktiziert, mittlerweile gerät dieser Ritus im Angesicht des alltäglichen Lebens und seiner Widrigkeiten allmählich in den Hintergrund.