Bei Seelensteinen handelt es sich um edelsteinartige Gebilde, denen magische Fähigkeiten zugeschrieben werden. Sie kommen in verschiedenen Größen vor, allerdings selten größer als ein herkömmliches Hühnerei. Sie sind verhältnismäßig selten, daher je nach Größe häufig von sehr hohem Wert.

Ihr äußeres Erscheinen ist von Natur aus kristallhaft mit einer schwarzblauen Färbung. Sie leuchten schwach. Hier und da findet man Exemplare, die aus ästhetischen Gründen rund geschliffen wurden. Das Schleifen von Seelensteinen ist in vielen Gegenden aber mittlerweile aus der Mode gekommen, da durch das verlorene Material auch ein Teil der Energie, die ein solcher Stein beherbergt, verloren gehen soll.

Seelensteine werden häufig dazu eingesetzt, mechanischen Geräten eine eigenständiges „Wesen“ zu verleihen. Auch als Energiequelle für andere technische Spielereien, meist aus Zwergenhand, finden sie Verwendung.

Eine Frage des Glaubens

Die einen halten die magischen Eigenschaften der Seelensteine für sowohl gottgegeben als auch natürlich. Gegen eine Nutzung gibt es ihrerseits keine Einwände oder ethisch begründete Sorgen. Ein gewisser Teil des Volkes glaubt jedoch, die Kraft der Seelensteine stamme von vor sehr langer Zeit durch dunkle Magie getötete Bewohner unserer Welt. Ihre Seelen seien qualvoll ihrer Leiber entrissen und in diese Steine gegossen worden. Das würde erklären, warum gewisse, mit Seelensteinen ausgestattete Apparaturen über eine Art „Eigenleben“ verfügen.

Jene, die an letztgenannten Ursprung der Seelensteine glauben, verachten jede Form der Weiterverarbeitung und fordern einen respektvolleren Umgang mit diesen Relikten. Seelensteine seien kein Rohstoff, sondern Gräber. Sie gehören auf Friedhöfe, nicht angeflanscht an Wasserkessel und Kanonen.