Unsere Welt ist die Heimat einer Vielfalt an Kreaturen. Ein Großteil derer wird in meinem Buch Tierisches Bravia beschrieben. Ich möchte an dieser Stelle einige besonders feindselige Arten aufführen.

Drachen

Drachen zählen zu den mächtigsten und gefährlichsten Bewohnern Bravias. Sie mögen riesigen Reptilien mit großen Flügeln ähneln, jedoch sollte man sie nicht unbedingt darauf ansprechen. Drachen sind Geschöpfe, durchströmt von starker Magie, meist außergewöhnlicher Intelligenz und enormer Langlebigkeit.

Sie gelten mittlerweile als ausgestorben.

Was genau für das Verschwinden der Drachen verantwortlich ist, weiß man nicht. Vermutlich aber sind sie der Vielzahl an Drachentötern, die einst durch die Gegenden zogen, zum Opfer gefallen.

Früher waren Drachen überall im Land anzutreffen, haben ihren Ursprung aber vermutlich im Drachenzahngebirge (welches nicht grundlos diesen Namen trägt).

Goblins

Bei den so genannten Goblins handelt es sich um kleine bis zwergengroße in Stämmen lebende Kreaturen, die bevorzugt in den Wäldern und Höhlen des Kontinentes hausen.

Ihre Hautfarbe ist meistens gelblich bis rot. Dem selben Stamm angehörige Goblins besitzen in der Regel die gleiche Hautfarbe.

Goblins werden meistens von dem stärksten Stammesmitglied angeführt. Sie kennen kein Privatleben, denn sie leben und schlafen auf engstem Raum zusammen. Goblins überleben, in dem sie Wanderer oder Dörfer überfallen und stehlen, was ihnen zwischen die Finger kommt. In seltenen Fällen greifen sie sogar Städte an.

Ihre Masse und ihre Hinterlistigkeit sind ihr größter Vorteil und wenn ihre Population auch oft durch ihre angeborene Streitlust und ihre bösartige Verhaltensweise reduziert wird so können sie durch ihre große Zahl gefährlich werden.

Trolle

Trolle sind große und starke Kreaturen. Neben den herkömmlichen Exemplaren existieren Unterarten, die zwei Köpfe besitzen.

Allgemein gelten Trolle nicht als besonders intelligent, so ist es nicht verwunderlich, dass sie keine großen Raubzüge durchführen oder große Armeen bilden. Sie fürchten Feuer und nur mit Feuer ist man in der Lage, einem Troll Schaden zuzufügen oder ihn zu töten.

Herkömmlichen Waffen gegenüber zeigen sich die großen Kreaturen relativ unbeeindruckt. Wenn man Trollen Körperteile abtrennt, wachsen diese binnen kurzer Zeit nach. Ausgenommen davon ist der Kopf (oder die Köpfe). Der hierfür erforderliche Kraftaufwand ist allerdings kaum zu bewerkstelligen.

Es kommt vor, dass Orks oder Goblins gefangene Trolle als Kriegswaffen missbrauchen.

Die Verwundbarkeit gegen und die damit verbundene Angst vor dem Feuer gilt der Ansicht vieler, die gegen Trolle kämpften, auch für das Licht der Sonne. Man begegnet Trollen daher vor allem bei Nacht.

Todesfeen

Eine Todesfee ist eine grausige Erscheinung und Inbegriff der Schrecken, welche Untote verbreiten können. Es handelt sich um die ruhelosen Geister von Humanoiden mit starken Willen und extremer Selbstsucht. Sie lieben es, lebenden Wesen den Tod zu bringen.

Eine Todesfee erscheint als schimmerndes, schemenhaftes Bild ihres einstigen Selbst. Da sie keine stoffliche Form hat, kann sie nur mit magischen Waffen, Kräften und Zaubern verletzt werden. Herkömmliche Waffen sind vollkommen wirkungslos. Ihr Aussehen ist so grauenvoll, dass es lebenden Dingen Kraft entzieht und selbst Pflanzen welken lässt. Entsprechend ist der Ort, an dem sich diese Kreaturen aufhalten, stets ein totes Ödland.

Nixen

Gerüchte besagen, die Nixen stammen von einem Volk humanoider Meeresbewohner, dass in am Boden der Ozeane errichteten Städten lebt. Nur wenige Seefahrer sind ihnen bislang begegnet und es gibt keine konkreten Beweise für ihre Existenz.

Charakteristisches Merkmal der Nixen ist, dass sie den Völkern Bravias Gefahr, Schaden und Tod bringen. Häufig betören bzw. verführen sie Männer und ziehen sie etwa auf den Grund von Flüssen und Seen. Manchmal warnen sie aber auch (vergeblich) vor Gefahren.

In älteren Quellen werden Nixen meist als schöne, junge Frauen mit blasser oder grünlicher Haut beschrieben, die Haare können grün schimmern oder gänzlich grün sein, das am häufigsten erwähnte Merkmal ist jedoch ein nasser, tropfender Rocksaum. Zumindest an Land gehen sie barfuß. Später tauchen zunehmend auch Nixen mit menschlichem Oberkörper und einem mit Schuppen bedeckten Fischschwanz auf, was eine Annäherung an den Typus der Meerjungfrau darstellt.

In der bravianischen Mythologie spielt das Element der Nixen – das Wasser – allgemein eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Tod und Totenreich. Letzteres wurde als jenseits eines Wassers, oder unter Wasser gedacht. Die in den ewigen Büchern beschriebene Nixe Rín ist z. B. Herrin über die Seelen der Ertrunkenen. Letztlich handelt es sich bei den Wassergeistern wohl um die Seelen von Verstorbenen.

Riesen

In der bravianischen Mythologie sind Riesen oft unmäßig, übergroß, gewalttätig, bedrohlich und Menschen wie Göttern gegenüber feindlich gesinnt. Sie heißen dann Thur oder Reifriesen (Hrimthur). Als Jotun werden die Riesen im Allgemeinen bezeichnet, ohne Bezug auf ihre Gesinnung.

Die Riesen wohnen in den Bergen des Hochlandes sowie auf der Insel Eisland. Sie verkörpern die unbändigen Naturkräfte wie Eis, (Wild-)Feuer, Wasser, Stein oder auch Erdrutsche, Orkane oder Springfluten. Weil die Riesen seit dem Anbeginn der Welt existieren, werden sie als besonders weise betrachtet.

Riesen zeigen sich (glücklicherweise) nur noch selten außerhalb ihrer Heimat und scheuen die Nähe der anderen Völker dieser Welt. Manch einer vermutet daher, sie seien bereits ausgestorben. Zahlreiche Berichte aus den nördlichen Regionen Bravias widersprechen diesen Gedanken allerdings.