Zwerge sind menschenähnliche, kräftige und robuste Wesen, welche über einen ausgeprägten Bartwuchs verfügen. Sie sind wesentlich kleiner als die meisten Menschen, dafür aber größer als Halblinge.
Die meisten Zwerge besitzen überragende handwerkliche Fähigkeiten, was sie zu hervorragenden Mechanikern macht. Besser als jedes andere Volk verstehen sie es, komplizierte Maschinen zu entwerfen und zu bauen. Diese Talente haben die Zwerge vor allem dazu genutzt, den Bergbau effizienter zu gestalten und überwiegend in ihre Obhut zu bringen. Selbst die wenigen, von Menschen geleiteten Minen Bravias verwenden zum Abbau der wertvollen Erze von Zwergenhand erschaffene Apparaturen.
Neben dem Handwerk schätzen die Zwerge auch die Künste des Kampfes sehr. Dabei setzen Sie bevorzugt Äxte und Hämmer ein.
Magier, sowie Magie im Allgemeinen, betrachtet man eher argwöhnisch. Was nicht durch Fleiß und Talent und ohne „faulen Zauber“ erreicht werden kann, taugt in den Augen der Zwerge nur wenig.
Die eigene Familie genießt in diesem Volke einen hohen Stellenwert. Zwerge organisieren sich oft in riesigen Familienclans, die sich mehrmals jährlich zu Feierlichkeiten zusammenfinden. Die Loyalität innerhalb dieser Gemeinschaften ist beispiellos und kann auf eine viele Generationen anhaltende Tradition zurückblicken.
Junge Zwerge müssen die Clanältesten respektieren und sie unterstützen. Die strenge Ordnung der Zwerge und die Aufgabentrennung der Geschlechter (Frauen – Haushalt, Männer – Kampf/Handwerk) geriet mit der Zeit ins Wanken, denn die Geburtenrate ist sehr gering. So gibt es nun auch weibliche Clanoberhäupter, Kämpferinnen und Handwerkerinnen. Zwerge sind geschäftstüchtig und versuchen unter Umständen, andere beim Handel zu übervorteilen. Sie bleiben gerne unter sich, und wenn sie Abwechselung und Vergnügungen suchen, kommen sie oft in Gruppen und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. Zwerge sind für ihre Trinkfestigkeit und für ihren Geschmack an handfester Unterhaltung, wie Saufgelage, Prügeleien und gutes Essen, bekannt.
Musik und Theater interessieren die Zwerge kaum, doch es gibt durchaus zwergische Lieder und Tänze. Die Zwerge sind entgegen der allgemeinen Annahme nicht so mürrisch wie man denkt, denn sie machen gerne Späße, oder erzählen derbe Witze. Wortwitze oder Ironie sind ihnen allerdings völlig unbekannt; Was ein Zwerg sagt, meint er auch so. Zwerge lieben Bier, doch sie hassen es, „kleiner Mensch“, oder „kleiner Mann“ genannt zu werden.
Das Volk der Zwerge hat vermutlich in den Bergen des Tieflandes seinen Ursprung. Den ewigen Büchern nach hat Bravos, der Schöpfer der Welt, zunächst die Menschen aus Felsen des Hochland-Gebirges erschaffen, um sich zu ein wenig Gesellschaft zu verhelfen. Als er vom Norden aus weiter ins noch menschenleere Landesinnere wanderte und seine Schöpfung wiederholen wollte, fand er keine Felsen, die groß genug für die Erschaffung eines Menschen waren. So musste er Anpassungen an seinen Plänen vornehmen, was letztendlich zu der Geburt der ersten Zwerge führte.
Heute gilt ihre Schöpfungsgeschichte als umstritten und die wenigsten Zwerge können es leiden, darauf angesprochen zu werden. Es gibt sogar Zwerge, die der Ansicht sind, sie wären schon vor den Menschen in diese Welt getreten.
Die meisten Zwergen-Siedlungen und Städte sind im Tiefland in der Nähe der Kolossberge zu finden. Dort widmen sich die kleinen, aber kräftigen Bewohner dem Erzabbau sowie dem Schmieden mächtiger Kriegswaffen.
Die Zwergenstadt Richtfurt ist bekannt für ihre talentierten Zwergen-Mechaniker, die allerlei Wundersames und überall im Land begehrtes Spielzeug konstruieren.
