Das Einhalten der bravianischen Gesetze wird durch Büttel und als Wachen eingesetzte Soldaten des bravianischen Militärs durchgesetzt. Büttel werden vom Volke ernannt (z.B. von den Bewohnern eines Dorfes) und übernehmen für ihr zuständiges Gebiet die Aufgabe eines Ordnungshüters, sowie bei kleineren Streitfällen die eines Richters.
Landesgerichte, die in einigen größeren Städten zu finden sind, widmen sich jenen juristischen Angelegenheiten, welche die Kompetenz oder den Wirkbereich des lokalen Büttels überschreiten.
Strafen
Jene, die straffällig und von geeigneter Stelle dafür verurteilt werden, landen für gewöhnlich in einem der zahlreichen bravianischen Gefängnisse. Das Strafmaß reicht dabei von einigen Tagen bis zu einer lebenslänglichen Unterbringung hinter Gittern.
Mit dem Tode werden Vergehen seit dem bravianisch-albionischen Bündnis im Jahre 3110 nur selten geahndet. Das Volk der Elfen hält diese Form der Strafe für barbarisch und mahnt im Bündnisvertrag an, solch gravierende Urteile nur dann auszusprechen, wenn es dem Fortbestand der Völker dient.
Die letzte Todesstrafe wurde im Jahre 3211 ausgesprochen, als man einen von Orks entsendeten Spion am Hofe des damaligen Königs Willem enttarnte. Dieser Spion, Tirrek Namtus, zählte sich zeitweise zum Kreise der Berater des Königs und konnte zahlreiche geheime Informationen über die Vorgänge im bravianischen, aber auch im albionischen Königshaus an Vertreter des orkischen Volkes übermitteln.
Zwischen Bravia und Albion herrscht ein Auslieferungsabkommen. Hierdurch wird es möglich, Kriminelle in jenem Land juristisch zu belangen, in dem die Tat vollzogen wurde.
Kriminalität
So bemüht die Ordnungshüter Bravias auch sein mögen, ein gewisses Maß an Kriminalität lässt sich wohl kaum verhindern. Viele Kriminelle arbeiten für sich allein oder in kleineren Gruppen.
Es soll im Königreich aber auch im Geheimen agierende Gilden geben, die sich den nicht ganz so gesetzestreuen Tätigkeitsfeldern widmen.
Vereinte Diebe
Die Schwarze Hand ist eine Organisation von Dieben, die über ein landesweites Netzwerk von Mitgliedern verfügen soll. Es ist nicht bekannt, wie genau sich diese Diebesgilde organisiert oder auf welchem Wege sie ihre Mitglieder rekrutiert.
Das häufig als Tätowierung oder Schmuck getragene Symbol der Gilde dient scheinbar der gegenseitigen Erkennung. So vermeiden es Gildenmitglieder, sich untereinander zu bestehlen.
Organisierter Tod
Bei den Nachtklingen handelt es sich um die vermutlich gefährlichste Vereinigung finsterer Gesellen in unserem Königreich.
Sie führen Auftragsmorde durch und sind dabei ähnlich organisiert wie die Abenteurergilde. In vielen Städten und Dörfern gibt es geheime Unterschlüpfe, in denen sich jene an Vertreter des geheimen Bundes wenden können, die das Leben anderer einem Ende zuführen wollen. Nach Gründen wird hier nicht gefragt, lediglich über den Preis verhandelt.
Auch wenn mancher Bürger Bravias aus purer Verzweiflung heraus mit dem Gedanken spielen dürfte, die Dienste der Nachtklingen in Anspruch zu nehmen, so ist ihre bloße Existenz eine Schande für unser Volk und unter keinen Umständen zu rechtfertigen.
Solltet ihr schwierige Angelegenheiten mit einer Euch nicht wohlgesonnenen Person klären müssen und seid dabei auf die Hilfe Fremder angewiesen, kann ich Euch nur der Gang zu einem Büttel oder die Inanspruchnahme der Abenteurergilde ans Herz legen, zumal eine nachgewiesene Verbindung zu den Aktivitäten der Nachtklingen schwer bestraft wird.
Prostitution
Freudenhäuser, so wie selbstständig arbeitende Liebesdamen und -Herren gibt es in ganz Bravia. Prostitution wird vom hiesigen Königshaus geduldet und teils sogar gefördert. Schon in den Zeiten der ersten Könige durften sich Liebesdiener in Gilden zusammenschließen, die ihre Rechte nach außen hin vertreten und sich um die Belange ihrer Mitglieder kümmern.
Das Königshaus Albions verurteilt es, das zunehmend auch Elfen sich in dieser Branche betätigen und verbietet die Ausübung dieses Berufs innerhalb albionischer Grenzen.
In Bravia als Liebesdiener arbeitende Elfen müssen bei ihrer Einreise in Albion damit rechnen, abgewiesen zu werden.
Heilfürsorge
Jeder sich in Bravia aufhaltende Bürger oder Reisende hat ein Recht auf freie Heilfürsorge im Rahmen einer Erstversorgung.
Sollte eine dauerhafte Behandlung von Nöten sein, werden die hieraus entstehenden Kosten entweder von der Gilde oder der Familie des Patienten getragen.
Heiler trifft man in den meisten Ortschaften Bravias an. Viele Heiler organisieren sich als Verband namens „Heilen & Verweilen“.


