Das Orkland erstreckt sich beinahe über den gesamten südlichen Teil Felslands und wird durch den Braviswall von Bravia getrennt. Es ist die Heimat der namensgebenden Orks.

Da es bisher keine verzeichneten Expeditionen ins Orkland gab, sind Informationen über die geo- sowie demographischen Gegebenheiten rar gesät.

Regionen

Das Orkland wird vor allem durch ein warmes bis heißes Klima geprägt und bietet nur ein geringes Vorkommen an Wäldern und inländischen Gewässern. Vermutlich ist diese Unwirtlichkeit ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man nach den Gründen für die Überfälle der Orks auf Regionen Bravias sucht.

Ein Großteil der uns über Orkland zur Verfügung stehenden Informationen stammt aus den Aufzeichnungen wagemutiger Seefahrer, die sich bei der Suche nach schnelleren Handelsrouten zwischen Hartburg und Bren den südlichen Küstenregionen widmeten.

Zwar hat es in der Vergangenheit immer wieder Überläufer der Orks gegeben, die sich auf die Seite Bravias schlugen, allerdings brachten jene Deserteure in Befragungen wenige neue Erkenntnisse ans Licht.

Ein Blick auf die Karte Orklands zeigt so ziemlich alles, was wir über die Beschaffenheiten dieser Region wissen.

Städte & Orte

Hel

Hel ist das, was man das gesellschaftliche Zentrum des Orklands nennen würde, spräche man bei der Stammeskultur der Orks von einer Gesellschaft.

Einige, dicht aneinander gedrängte Siedlungen scharen sich um eine mächtige, aus Holz, Lehm und Geröll erbaute Festung, Orkla genannt.

Garth

Die Stadt Garth nimmt eine Sonderstellung im Orkland ein, wird sie überwiegend von Menschen bewohnt. Hierhin ziehen sich bevorzugt jene zurück, die in Konflikte mit bravianischen Gesetzen gerieten. Da hier Handel mit Waren getrieben wird, deren Verkauf oder Besitz in den übrigen Königreichen unter Strafe steht, trifft man in Garth neben vielen Schmugglern auch häufiger bravianische Magier an, die auf der Suche nach Ingredienzien der ausgefallenen Art sind.

Sik’Turr

Der feurige Berg Sik’Turr (orkisch für Tor der Sik) befindet sich im südlichen Teil Orklands und ist Gegenstand vieler alter Legenden. Die Riesenschlange Sik soll durch den brennenden Schlund diese Welt betreten haben, als Bravos im Zorn über die Hässlichkeit des Südkontinentes den Gipfel des Berges zerschlug und dabei das in der Unterwelt lebende Ungetüm weckte.

Der Braviswall

Im Jahre 2384 nach Beginn der Zeitrechnung wurde nach der großen Schlacht um die Südlage auf Geheiß des damaligen bravianischen Königs Sigurd vom Volke Bravias eine gigantische Steinmauer errichtet, die das Königreich seither vom Orkland trennt.
Der Wall reicht von der Ost- zur Westküste, verfügt über keine Durchgangstore und konnte bis heute jedem Angriff standhalten.

Unglücklicherweise entwickelte das Volk der Orks zum Ende des 2. Zeitalters die Schiffahrt, so bietet dieses, zu Ehren des bravianischen Gottvaters auf den Namen Braviswall getaufte Bauwerk nur noch eingeschränkten Schutz vor Überfällen aus dem Südkontinent.

Politik

Das Orkland selbst leistet sich keinen König und besteht aus unzähligen Orkstämmen, die sich in jüngerer Vergangenheit scheinbar freiwillig dem Willen des Ork-Feldherren Gorn Ah’tul unterordnen. Unter Gorns Führung gelang es den Orks bereits einige Male, den Braviswall auf dem Seeweg zu umgehen und Ärger in der Siegfeste und einigen Küstenstädten im Süden Bravias zu verbreiten. Glücklicherweise taugen die Orkschiffe wohl nicht für längere Reisen und reichen lediglich dazu aus, den schützenden Wall zu umqueren oder naheliegende Küstenstädte zu terrorisieren.

Da der Weg vom Wall bis zu einer der größeren Städte Bravias weit ist und nur von wenigen kleinen Siedlungen gesprenkelt wird, gelang es bislang stets, die gelandeten Orks an Überfällen auf wichtige Städte, wie beispielsweise Schmalufer oder Hartburg, zu hindern.

Orkische Besetzung Bravias

Im Jahre 2321 gelang einer gigantischen Armee von Orks unter der Führung des einst elfischen, aber durch dunkle Kräfte verderbten Zauberers Gulroth der Überfall auf das Königreich Bravia. Während nur wenige Kenntnisse von der Magie überliefert sind, mit deren Hilfe Gulroth sich unvorstellbare Macht über die Geschicke der Welt zu eigen machte, führte dieser Angriff zu einer 11 Jahre andauernden Besetzung Bravias durch Ork-Streitkräfte.

Schließlich gelang es einer Armee aus Menschen, Zwergen und Elfen, den finsteren Magier zu besiegen und aus dieser Welt zu schaffen. Details über den Hergang der Schlacht und den Verbleib Gulroths sind nicht bekannt und bleiben nach wie vor eines der großen Mysterien unserer Vergangenheit.

Religion

Über den Glauben der Orks ist nur wenig bekannt. Sie respektieren scheinbar die ewigen Bücher, fällt die Namensgebung des Vulkans Sik’Turr auf ihr Volk zurück. Soweit bekannt, gibt es keine religiös geprägten Tempelanlagen in Orkland und sie fürchten keine Götter, nur die stärksten Krieger und Häuptlinge ihrer Stämme.