Bei genauerem Hinsehen gibt es bedeutend größere Unterschiede zwischen Menschen und Elfen, als nur die spitzen Ohren. Seh- und Hörvermögen der Elfen sind deutlich besser ausgeprägt.

Große Aufmerksamkeit und Sehkraft erheben ihre Fähigkeiten, versteckte Dinge und geheime Türen zu erkennen, über die der anderen Völker.

Eine besondere Begabung der Elfen beim Umgang mit Bögen, Schwertern und Kurzschwertern dürfte auf die ausgeprägte Wahrnehmung des eigenen Körpers zurückzuführen sein.

Aufgrund ihrer langen Kindheit (Elfen gelten mit ca. 100 Jahren als erwachsen, erreichen häufig um die 800 Lebensjahre) und ihrer ersten Entrückung kennen sie ihren Körper, dessen Rhythmus und ihren Platz im Leben sehr genau. Hierdurch sind sie zudem hervorragend in der Lage, sich lautlos fortzubewegen.

Elfen aus Albion sind von gleicher Größe wie Menschen, wenngleich jedoch von schlankerem Wuchs. Ihre Knochen sind leichter als die anderer Völker. Ihre Finger und Hände sind lang und sehr schmal – etwa um die Hälfte länger, als die der Menschen. Ihre kantigen Gesichtszüge verleihen ihnen oft ein erhabenes Aussehen. Das prägnanteste Merkmal der Elfen sind natürlich die spitzen Ohren.

Über den Ursprung der Elfen weiß man nicht viel, außer dass man gemeinhin den Beginn der Zeit als die Geburt dieses hochgewachsenen, intelligenten Volkes betrachtet. Zugegeben, es sind die Elfen selbst, die diese Geschichte verbreiten und es existieren zumindest keine Schriften, die ihrer Vorstellung der Welt widersprechen würden.

In den ewigen Büchern, den alten Schriften des Volkes von Bravia, tauchen die Elfen gar nicht erst auf. Das geheimnisumwobene Volk, samt ihres bemerkenswerten Verstandes, deutet dies als Hinweis darauf, dass entweder sie selbst die Verfasser der Bücher seien und somit von Anbeginn der Zeit auf dieser Welt existieren müssten oder aber, dass sie es zu Zeiten der in Bravia entstehenden Legenden und Sagen nur einfach noch nicht für nötig hielten, ihr Königreich Albion zu verlassen, um sich unter die Völker Felslands zu mischen.

Elfen leben häufig, wenn auch nicht überwiegend, in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zusammen. Dieser, unter bravianischen Völkern kaum auftauchende und nur wenig geduldete Umstand mag darauf zurückzuführen sein, dass eine körperliche Fortpflanzung aufgrund der langen Lebenszyklen dieses Volkes weniger notwendig erscheint.

Der Akt der körperlichen Liebe selbst genießt im Volk der Elfen zwar einen hohen Stellenwert, ist aber nicht ausschlaggebend für die Wahl des Partners. Vielmehr suche man sich einen Seelengefährten, ohne sich die dabei die Fesseln geschlechtlicher Eigenschaften anlegen zu wollen.